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Was ist die Logopädie?

Logopädie ist eine medizinisch-therapeutische Fachdisziplin, welche sich mit Beeinträchtigungen der Sprache, des Sprechens, der Atmung und des Schluckens, der Stimme sowie des Hörvermögens beschäftigt. Logopäd*innen arbeiten eigenverantwortlich und sind in den Bereichen der Prävention, Beratung, Diagnostik, Therapie und Forschung tätig. Sie sind dazu befähigt Menschen jeden Alters mit Defiziten und Störungen im verbalen und non-verbalen Bereich zu untersuchen und zu diagnostizieren sowie erstellen Logopäd*innen gemeinsam mit den Patient*innen individuell angepasste Ziele, nach welchen dann ein geeigneter Therapieplan verfasst wird.

Untersuchung und Diagnose

Mittels standardisierter Untersuchungsmethoden und klinischer Beobachtungen werden Verzögerungen und Störungen fest- und Diagnosen ausgestellt. Aufgrund dieser werden Therapiepläne erstellt, welche oft die Einbindung anderer Berufsbilder bedarf.

Wann braucht es eine logopädische Therapie?

Die Sprachentwicklung eines Kindes sollte im Alter von etwa 5 Jahren abgeschlossen sein. Hat Ihr Kind mit 2 Jahren einen Wortschatz von unter 50 Wörtern und/oder spricht noch keine Zweiwortsätze (z.B.: „Auto da“), wird von einer Sprachentwicklungsverzögerung (oder „Late Talkers“) gesprochen. Darunter fallen 13-20% aller Kinder. Die Hälfte davon holt diese Rückstände im Laufe ihres 3. Lebensjahres wieder auf. Wenn Ihr Kind sehr spät oder gar nicht zu sprechen beginnt, besteht die Gefahr einer Sprachentwicklungsstörung. Hierbei können das Sprachverständnis, der Wortschatz, die Aussprache und/oder die Grammatik betroffen sein. Von orofacialen Dysfunktionen (= myofunktioneller Störung) spricht man, wenn es muskuläre und sensorische Auffälligkeiten im Bereich der Muskulatur des Gesichtes und des Mundes gibt sowie die Bewegungsabläufe beim Sprechen, Schlucken, Atmen und in Ruhe von der Norm abweichen.

Schwerpunkte (Kindertherapie)

  • Sprach- und Sprechentwicklung
    • Artikulationsstörung
    • Sprachentwicklungsverzögerung
    • Sprachentwicklungsstörung
    • Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED)
  • Schlucken und Mundfunktionen
    • Orofaciale Dysfunktion

Mögliche Symptome (u.a. entnommen von Logopädie Austria)

  • Eingeschränkter aktiver Wortschatz (mit 2 Jahren weniger als 50 Wörter)
  • Probleme in der Grammatikentwicklung (mit 2 Jahren keine 2-Wort-Kombinationen, ab 2 ½ Jahren fehlende Verbzweitstellung im Hauptsatz)
  • Probleme bei der Aussprache von Lauten
  • Probleme im Sprachverständnis: Kinder reagieren auf Aufforderungen nicht oder nicht korrekt
  • Probleme beim Erzählen und später Schreiben von Geschichten/Texten
  • Kaum Blickkontakt
  • Tritt nicht in Kontakt zu anderen Kindern
  • Kein Lippenschluss, oder Atmung durch den Mund
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Defizite beim Saugen, Beißen, Kauen oder Schlucken (erschwerte Nahrungsaufnahme)
  • eine abweichende Zungenruhelage
  • eine lange andauernde Lutschgewohnheit

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